
Beruflicher Austausch 2026/27
AUSSCHREIBUNG FÜR AUSTAUSCHPROJEKTE VON BERUFSBILDENDEN SCHULEN IN 2026/27
Austauschmöglichkeiten für Berufsschulen nutzen und Fördermittel beantragen! Ob im Bereich Pflege, Handwerk, IT oder Gastronomie – internationale Erfahrungen bereichern die berufliche Bildung. Sie fördern fachliche Kompetenzen, interkulturelles Verständnis und persönliche Entwicklung. Wir unterstützen Lehrkräfte an Berufsschulen bei der Planung und Durchführung von Austauschprojekten mit Partnerschulen in der Türkei und vergeben Mittel von Erasmus+ und der Jugendbrücke für gegenseitige Besuche. Anträge von deutschen Schulen nehmen wir ab sofort an.
Wichtige Infos auf einen Blick:
- Förderzeitraum: 1. Juli 2026 bis 31. August 2027
- Anzahl der Teilnehmenden: mindestens 10 Schüler*innen pro Schule sowie maximal 2 Begleitpersonen. Weitere Begleitpersonen können bei größeren Gruppen sowie bei inklusiven Projekten nach Absprache mit der Jugendbrücke eingebunden werden
- Dauer: mindestens 5 Tage (inkl. Reisetage), davon 3 Tage Projektarbeit
- Das Projekt umfasst eine Vorbereitungsphase mit ggf. vorbereitendem Besuch der Lehrkräfte aus Deutschland in der Türkei, Besuche der Schüler*innen in der Türkei bzw. Deutschland, Nachbereitungsphase
Welche Mittel stehen zur Verfügung?¹
- Reisekosten bis zu 309 EUR pro Person bei einer Entfernung bis 1.999 km, bis zu 395 EUR bei einer Entfernung über 2.000 km. Umweltfreundliches Reisen, etwa mit Bahn, Bus oder Fahrgemeinschaften, wird zusätzlich bezuschusst.
- Aufenthaltskosten pro Tag bis zu 53 EUR pro Schüler*in und 112 EUR pro Lehrkraft
- Vorbereitender Besuch mit maximal 3 Lehrkräften aus Deutschland, 680 EUR pro Lehrkraft, wird nur bei neuen Schulpartnerschaften gefördert
- ggf. zusätzliche Inklusionsunterstützung 125 EUR pro Person
Hinweis: Die Jugendbrücke kann Gegenbesuche türkischer Schulen nur anteilig finanzieren. Wir stellen den Lehrkräften und Schüler*innen aus der Türkei maximal 50% der oben aufgeführten Pauschalen zur Verfügung. Die Einwerbung von Drittmitteln (Stiftungen, Schulverein, etc. ) für den Besuch der türkischen Seite ist bei der Bewertung der Projekte von Vorteil.
Welche inhaltlichen Schwerpunkte stehen im Fokus?
Die konkreten Themen sollten gemeinsam mit den Schüler*innen bestimmt werden und auf ihren Interessen aufbauen. Dabei müssen folgende Schwerpunkte von Erasmus+ berücksichtigt werden:
- Inklusion und Vielfalt
- Medienkompetenz und digitale Bildung
- Green Erasmus und Nachhaltigkeit
- Demokratie und Teilhabe
Welche Schulen werden gefördert?
Gefördert werden berufsbildende Schulen mit Sitz in Deutschland, die eine berufsbildende Partnerschule in der Türkei haben. Als berufsbildende Schule in der Türkei gelten die Schulformen Mesleki ve Teknik Anadolu Lisesi, Çok Programlı Anadolu Lisesi (ÇPAL), Mesleki Eğitim Merkezi und Meslek Yüksek Okulu.
Für allgemeinbildende Schulen finden Sie hier eine separate Ausschreibung.
Welche Aufgaben übernimmt die deutsche Schule?
- Antragstellung, Konzeption und Umsetzung des Austauschs gemeinsam mit der türkischen Partnerschule
- Unterzeichnung von Vertragsdokumenten und Verträgen durch die Schulleitung (Fördervereinbarung, Erasmus+ Beitrittserklärungt etc.)
- Registrierung der deutschen Schule zum Erhalt eines Erasmus+ Identifikationscodes (OID)
- Einhaltung von Erasmus+ Qualitätsstandards
- Durchführung einer Online-Teilnehmendenbefragung
- Erstellung einer Abrechnung für beide Begegnungen
- Erstellung von Lernprogrammen gemeinsam mit der türkischen Partnerschule
- Begleitung und Anleitung von Schüler*innen durch Lehrkräfte während des gesamten Austauschs
Auswahlkriterien
- Vorrang haben – basierend auf der Inklusionsstrategie von Erasmus+ – Schulen mit einem hohen Anteil von Schüler*innen mit erschwertem Zugang zu Mobilitätsmaßnahmen (beispielsweise aus sozialen, geografischen, ökonomischen Gründen) und insbesondere Schüler*innen mit Migrations- und Fluchthintergrund.
- Überzeugende Motivation der Schulen, am Programm teilzunehmen. Innovative Ideen und Themenvorschläge zu den oben genannten Schwerpunkten
- Vorrang haben Projekte, die einen gegenseitigen Besuch umfassen
- Drittmittel, insbesondere um einen Gegenbesuch der türkischen Schule im Rahmen des Projekts zu realisieren
- Qualität des im Antrag eingefügten Lernprogramms (Aktivitäten und Methoden, die während der Begegnungen geplant werden). Folgende Punkte sind besonders wichtig:
o Lernaktivitäten: Das Projekt ist darauf ausgerichtet, dass die Teilnehmenden neue Erkenntnisse Fähigkeiten, Kompetenzen oder Einstellungen erwerben bzw. bestehende weiterentwickeln.
o Transnational: Es müssen Interaktionen zwischen Personen aus verschiedenen Ländern stattfinden, die gegenseitiges Lernen und Austausch voneinander zum Ziel haben. Alle Schüler*innen müssen an allen Projekttagen zusammenarbeiten.
o Strukturiert: Das Projekt verfügt über eine klare Methodik, ein nachvollziehbares Lernprogramm und definierte Lernergebnisse.
o Strategisch: Das Projekt muss zur Erreichung übergeordneter Projektziele beitragen und einen erkennbaren Mehrwert für die Projektpartnerorganisationen haben.
Bewerbungsfrist
Die Frist für die Einreichung der Bewerbung ist der 20. Dezember 2025. Bitte beachten Sie, dass nur vollständige Anträge bei der Auswahl berücksichtigt werden können. Durch das Einreichen einer Bewerbung lässt sich kein Anspruch auf eine Förderung ableiten.
Die Entscheidung über eine Projektzusage und die konkrete Fördersumme wird den Antragstellenden voraussichtlich im Juli 2026 mitgeteilt.
Tipp: Lassen Sie sich bei der Erstellung der Anträge durch Künstliche Intelligenz (KI) inspirieren!
Noch nicht überzeugt?
Interkulturelle Kompetenzen stärken und junge Menschen fit machen für die Globalisierung. Das sind wichtige Gründe für internationale Begegnungen. Doch deutsch-türkischer Schulaustausch kann noch mehr:
- Schüler*innen und Lehrkräfte lernen nicht nur die Vielfältigkeit des anderen Landes kennen. Sie lernen auch, kulturelle Diversität in der eigenen Gesellschaft zu erkennen und besser zu verstehen.
- Die vielschichtigen und oft komplizierten deutsch-türkischen Beziehungen fördern im besonderen Maße, dass Schüler*innen und Lehrkräfte Perspektiven wechseln und Vorurteile abbauen.
- Schüler*innen mit internationaler Familiengeschichte entdecken in deutsch-türkischen Lerngruppen oft erstmals ihre interkulturellen Kompetenzen. Sie werden zu Kulturbotschafter*innen oder Sprachmittler*innen. Diese Erfahrung stärkt ihr Selbstbewusstsein und fördert ihre Teilhabe in Schule und Gesellschaft.
Kommen Sie bei Fragen gerne auf uns zu. Die Deutsch-Türkische Jugendbrücke unterstützt und begleitet Sie bedarfsorientiert bei der Planung und Durchführung Ihres Projekts und ist Ihnen bei Fragen gerne behilflich. Wir freuen uns auf Ihren Antrag!
Kontakt für Rückfragen

Kontakt für Berufsschulen
Alisa Koester
Projektmanagerin
T +49 (0) 211 972 676 68
koester@jugendbruecke.de

Kontakt für türkische Schulen am Goethe-Institut Izmir
Aslıhan Şal
Projektassistenz „Nachhaltige Stärkung des deutsch-türkischen Jugendaustauschs“
T + 90 (0) 232 489 5687 (211)
aslihan.sal.extern@goethe.de
¹Die genannten Beträge gelten für das Jahr 2025-2026. Für das Förderjahr 2026-2027 kann es zu geringfügigen Abweichungen kommen.
