Ausschreibung

Diversitätsorientierte Jugendarbeit
Fortbildung für Fachkräfte aus Deutschland und der Türkei

Sie sind als Fachkraft in der Jugendarbeit tätig und fragen sich, wie Sie den Herausforderungen begegnen können, mit denen junge Menschen in einer von Migration und Diversität geprägten Gesellschaft konfrontiert sind? Wie Sie Diskriminierungsformen erkennen und Ihre Arbeit diversitätsbewusst gestalten können?  Wie Sie Erfahrungen mit Diskriminierung und Rassismus aufgreifen, junge Menschen durch Sensibilisierung stärken und einen Unterschied machen können?

In einer zweiteiligen Fortbildung in Köln und Izmir vermitteln wir praxisnah Methoden und Ansätze für eine diversitätssensible und antidiskriminierende Jugendarbeit. Expert*innen von transfer e.V. und der Stiftung YUVA stellen innovative Konzepte zu Bildungsteilhabe, Chancengerechtigkeit und Differenzsensibilität vor. Sie lernen Praxisbeispiele kennen und diskutieren die Themen Rassismus und intersektionale Diskriminierung mit ausgewählten Fachkräften aus Deutschland und der Türkei.

Die Fortbildungen werden mit Unterstützung des Goethe-Instituts und Förderung von Erasmus+ umgesetzt, so dass Sie nur einen reduzierten Eigenbetrag leisten.

1. Fortbildungstermin: 1. Modul 9.-11. November 2022 in Izmir / 2. Modul 7.-9. Dezember 2022 in Köln

2. Fortbildungstermin (Alternative): 1. Modul 14.-16. November 2022 in Izmir / 2. Modul 12.-14. Dezember 2022 in Köln

3 Programmtage pro Modul, exkl.  An- und Abreise erfolgen am Vor- bzw. Folgetag.

Max. TN-Zahl: 6 Fachkräfte aus Deutschland, 6 Fachkräfte aus der Türkei

Sprache: Englisch

Eigenbeitrag: 150 Euro für die sechstägige Fortbildung. Hinzu kommt die Eigenverpflegung an zwei Abenden

Ziele und Inhalte

Ziel der Fortbildungen ist es, die Kenntnisse der Teilnehmenden über gesellschaftlich verankerte Hürden und strukturelle Diskriminierung zu erweitern und Handlungsoptionen für die Gestaltung diversitätssensibler Angebote für die Kinder- und Jugendarbeit zu vermitteln. Fachkräfte sollen befähigt werden, ihre eigene Praxis kritisch zu reflektieren und diskriminierungsfreie Lern- und Begegnungsorte zu gestalten. Dabei sind insbesondere Vereine und Einrichtungen angesprochen, deren Zielgruppen einen hohen Anteil von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte und/oder mit Fluchterfahrung aufweisen.

Die Jugendbrücke bietet die Fortbildungen in Kooperation mit transfer e.V. (Köln) und der Stiftung YUVA (Istanbul) an. Durch die Einbindung von Expert*innen aus Deutschland und der Türkei werden Grundlagen rund um die Themen Diversität und Diskriminierung im Kontext der Jugendarbeit beider Länder vermittelt. Dies dient auch dem fachlichen Austausch und der Vernetzung der Teilnehmenden.

Die Fortbildungsmodule umfassen u.a. folgende inhaltlichen Schwerpunkte:

  • Theoretische Grundlagen zur inklusiven und diversitätsorientierten Bildungsarbeit im Kontext der außerschulischen Jugendarbeit beider Länder
  • Workshops zu Critical Whiteness, Empowerment und Intersektionalität
  • Vermittlung und Erprobung von diversitätsorientierten Methoden
  • Handlungsoptionen für die Vermittlung von Diversität und Bekämpfung von Diskriminierung an außerschulischen Lern- und Begegnungsorten (Praxistransfer)

Die Präsenzmodule in Izmir und Köln werden durch digitale Formate flankiert.

Beteiligte Organisationen

transfer e.V., Köln
Als gemeinnütziger, anerkannter Träger der freien Jugendhilfe beraten, vernetzen und qualifizieren wir seit 40 Jahren Einrichtungen, Fachkräfte und Ehrenamtliche, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Ziel unserer Arbeit ist es, Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Zu den Schwerpunktthemen in der Erwachsenenbildung gehören Empowerment, Inklusion und Diversität.
(www.transfer-ev.de)

YUVA Association, Istanbul
YUVA wurde im Jahr 2010 mit dem Ziel gegründet, nachhaltige Lebensformen zu unterstützen, die die Rechte aller Lebewesen und der zukünftigen Generationen respektieren. YUVA entwickelt ganzheitliche Lösungen für Problemstellungen der Nachhaltigkeit aus der Perspektive von Mensch und Umwelt und arbeitet mit Angeboten für Jugend- und Erwachsenenbildung an nachhaltigen Lebensformen, der Reduzierung von Armut und der Demokratisierung.
(www.yuva.org.tr/en)

Rahmenbedingungen

  • Fachkräfte aus der Jugendarbeit bewerben sich als Vertreter*in einer Bildungseinrichtung
  • Das Programm findet in der Türkei und in Deutschland an jeweils 3 Tagen statt (exkl. An- und Abreise). Die vollständige Teilnahme an beiden Modulen (Modul I in Izmir + Modul II in Köln) ist Voraussetzung
  • Die Module orientieren sich an den Erasmus+-Qualitätsstandards

Bewerbungsvoraussetzungen

  • Schriftliche Bewerbung mit Darstellung der Motivation für die Teilnahme inklusive des Bezugs zu den Themen Diversität und Antidiskriminierung sowie des Interesses an Vernetzung und Austausch
  • Vertretung einer anerkannten Einrichtung in Deutschland
  • Mindestens 2 Jahre Berufserfahrung in der Jugendarbeit
  • Englische Sprachkenntnisse

Kosten und Leistungen

Die Deutsch-Türkische Jugendbrücke übernimmt:

  • Erstattung der Reisekosten inkl. Transfer (Hinweis: Teilnehmende aus Deutschland buchen Ihre Reisen in Rücksprache mit der Jugendbrücke eigenständig).
  • Unterkunft im Einzelzimmer (die Hotelbuchung erfolgt durch die Jugendbrücke)
  • Verpflegung: Frühstück und Mittagessen an allen Programmtagen sowie ein Abendessen am ersten Veranstaltungstag. Das Abendessen an den beiden weiteren Programmtagen ist Eigenleistung.

Corona-Maßnahmen und Reiseschutzversicherung

Die zum Reisezeitpunkt geltenden Hygienevorschriften beider Länder finden Anwendung. Jede*r Teilnehmende verpflichtet sich zum eigenständigen Abschluss eines ausreichenden Versicherungsschutzes (Kranken-, Unfall-, Haftpflicht-, Coronaversicherung), die mögliche, durch eine erforderliche Quarantäne entstehenden, zusätzlichen Kosten für Unterkunft und Flugumbuchung abdeckt. Eine Zusatzversicherung für einen ungeplanten Reiserücktritt wird ausdrücklich empfohlen.

Bewerbung

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung zum Fortbildungsprogramm „Diversitätsorientierte Jugendarbeit“ bis zum 10. Oktober 2022 an yasar@jugendbruecke.de.

Die Berücksichtigung Ihrer Bewerbung ist nicht vom Zeitpunkt des Eingangs abhängig. Mit Ihrer Bewerbung verpflichten Sie sich im Fall einer Teilnahme nach der Veranstaltung einen ausführlichen Evaluationsbogen auszufüllen. Bei kurzfristiger, nicht krankheitsbedingter Absage müssen anfallende Kosten von den Teilnehmenden getragen werden.

Bei Rückfragen steht Ihnen die zuständige Projektmanagerin gerne zur Verfügung:

Katrin Yaşar
Projektmanagerin
Deutsch-Türkische Jugendbrücke
T +49.211.972676.70
yasar@jugendbruecke.de

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Mit Unterstützung durch