Schulaustausch 2023/24

Ausschreibung für schulische Austauschprojekte in 2023/24

Jetzt für die nächste Runde bewerben und Erasmus+-Mittel beantragen: Die Deutsch-Türkische Jugendbrücke fördert deutsche Schulen, die Austauschprojekte in der Türkei umsetzen.

Vorurteile abbauen, interkulturelle Kompetenzen stärken und junge Menschen fit machen für die Globalisierung. Das sind wichtige Gründe für internationale Begegnungen. Doch deutsch-türkischer Schulaustausch kann noch mehr:

  • Schüler*innen und Lehrkräfte lernen nicht nur die Vielfältigkeit des anderen Landes kennen. Sie werden auch befähigt, kulturelle Diversität in der eigenen Gesellschaft zu erkennen und besser zu verstehen.
  • Die vielschichtigen und oft komplizierten deutsch-türkischen Beziehungen fördern im besonderen Maße, dass Schüler*innen und Lehrkräfte Perspektiven wechseln und Vorurteile abbauen.
  • Schüler*innen mit Migrationshintergrund entdecken in deutsch-türkischen Lerngruppen ihre interkulturellen Kompetenzen. Sie werden zu Kulturbotschafter*innen und Sprachmittler*innen. Diese Erfahrung stärkt ihr Selbstbewusstsein und fördert ihre Teilhabe in Schule und Gesellschaft.

Die Deutsch-Türkische Jugendbrücke ermöglicht Schüler*innen und Lehrkräften, diese einzigartigen Potenziale deutsch-türkischen Schulaustauschs bestmöglich zu nutzen. Wir beraten Lehrkräfte bei der Planung und Durchführung von Austauschprojekten und vergeben Erasmus+-Mittel für kurzfristige Gruppenmobilität von Schüler*innen in der Türkei: bedarfsorientiert, und im Rahmen der Erasmus+-Qualitätsstandards.

Wer kann sich bewerben?

Gefördert werden vorrangig allgemeinbildende Schulen mit Sitz in Deutschland, die eine Partnerschule in der Türkei haben und einen Austausch im Schuljahr 2023/2024 umsetzen möchten. In Einzelfällen besteht auch für berufsbildende Schulen die Möglichkeit einer Förderung.

Im Rahmen der Erasmus+-Akkreditierung (2022-2027) hat die Jugendbrücke ein Konsortium bestehend aus 20 deutschen Schulen gebildet. Auch die neuen antragstellenden deutschen Schulen werden in das Erasmus+-Konsortium aufgenommen. Dadurch ergeben sich folgende Vorteile für die Schulen:

  • Möglichkeit zur jährlichen Beantragung von Fördermitteln für Projekte in der Türkei
  • Teilnahme an regelmäßigen Netzwerkveranstaltungen mit Expert*innen-Inputs
  • Peer-to-Peer-Learning und Erfahrungsaustausch mit anderen Schulen
  • Möglichkeit zur Teilnahme an Fortbildungen für Lehrkräfte zu den Erasmus+-Schwerpunkten 

Wichtiger Hinweis:

Für Gegenbesuche der türkischen Schulen kann eine Vollfinanzierung über die Jugendbrücke nicht gewährleistet werden. Mittel können über die PASCH-Initiative oder die Nationalagentur Türkei beantragt werden. Kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie Fragen dazu haben!

Was wird gefördert?

Die Jugendbrücke fördert Austausche deutscher Schulen in der Türkei. Die konkreten Projektthemen sollten gemeinsam mit den Schüler*innen bestimmt werden und auf ihren Interessen aufbauen. Die Projekte sollten die folgenden Erasmus+-Schwerpunkte behandeln:

  • Inklusion und Vielfalt
  • Medienkompetenz und digitale Bildung
  • Green Erasmus und  Nachhaltigkeit
  • Demokratie und Teilhabe

Gefördert werden mit der Umsetzung des Projekts verbundene Reise-, Aufenthalts- und Organisationskosten sowie ggf. Inklusionskosten der teilnehmenden Schüler*innen, Lehrkräfte und Begleitpersonen aus Deutschland.

Die Fördersummen liegen folgenden Richtwerten zugrunde (Stand September 2022):

  • Reisekosten pro Person und je nach Entfernung maximal 23,- EUR (bei 10 bis 99 km), 180,- EUR (bei 100 bis 499 km), bis zu 275,- EUR (bei 500 bis 1.999 km) und bis zu 360,- EUR (bei 2.000 und 2.999 km). Weitere Zuschüsse gelten für umweltfreundliches Reisen.
  • Aufenthaltskosten nach Tagen pro Schüler*in für jeden Aufenthaltstag: 48,- EUR sowie pro Lehrkraft 112,- EUR in der Türkei
  • Organisationskosten insgesamt bis zu 1.000,- EUR
  • Vorbereitender Besuch mit max. 3 Lehrkräften 575,- EUR pro Person
  • ggf. zusätzliche Inklusionsunterstützung 100,- EUR pro Person

Was sind die Rahmenbedingungen?

  • Gefördert werden Projekte mit Schüler*innen ab der 7. Jahrgangsstufe (ab 13. Jahren)
  • Die deutsche und die türkische Partnerschulen entwickeln das Projekt gemeinsam; die Jugendbrücke bemüht sich, Partnerschulen zu vermitteln
  • Der Antrag wird von der deutschen Schule mit dem bereitgestellten Antragsformular fristgerecht eingereicht (das Projekt umfasst Vorbereitungsphase mit ggf. vorbereitendem Besuch der Lehrkräfte, Besuch der Schüler*innen in der Türkei, Nachbereitungsphase)
  • Das Projekt muss innerhalb eines Jahres durchgeführt werden (Förderzeitraum: 1. Juni 2023 – 31. August 2024)
  • Der Besuch in der Türkei dauert  mindestens 5 Tage und beinhaltet jeweils mindestens 2 Tage Projektarbeit. Die Zahl der teilnehmenden Schüler*innen sollte insgesamt bei mindestens 10 pro Schule liegen

Welche Aufgaben übernimmt die deutsche Schule?

  • Antragstellung, Konzeption und Umsetzung der Mobilitätsaktivitäten gemeinsam mit der türkischen Partnerschule (Lernprogramm)
  • Unterzeichnung von Vertragsdokumenten durch die Schulleitung (Fördervereinbarung, Mandat etc.) mit der Jugendbrücke
  • Registrierung der deutschen Schule zum Erhalt eines Erasmus+ Identifikationscodes (OID)
  • Einhaltung von Erasmus-Qualitätsstandards
  • Durchführung einer Online-Teilnehmendenbefragung
  • Erstellung eines Projektberichts nach Vorlagen der Jugendbrücke

Auswahlkriterien und Bewerbungsfrist

Wichtige Auswahlkriterien sind:

  • Vorrang haben – basierend auf der Inklusionsstrategie von Erasmus+ – Schulen mit einem hohen Anteil von Schüler*innen mit erschwertem Zugang zu Mobilitätsmaßnahmen und insbesondere Schüler*innen mit Migrations- und Fluchthintergrund.
  • Motivation der Schulen, am Programm teilzunehmen
  • Innovative Ideen und Themenvorschläge, vorzugsweise in den Oberthemen Inklusion und Vielfalt, Medienkompetenz und digitale Bildung, Green Erasmus und Nachhaltigkeit, Demokratie und Teilhabe

Die Frist für die Einreichung der Bewerbung ist der 04. November 2022, 18:00 Uhr. Bitte beachten Sie, dass nur vollständige Anträge bei der Auswahl berücksichtigt werden können. Nach der Bewerbungsfrist eingehende Anträge können nicht mehr berücksichtigt werden. Durch das Einreichen einer Bewerbung lässt sich kein Anspruch auf eine Förderung ableiten.

Eine erste Rückmeldung über die Aufnahme in das Konsortium erhalten Sie Anfang März 2023. Die Entscheidung über eine Projektzusage wird den Antragstellenden voraussichtlich im Mai 2023 mitgeteilt. Kommen Sie bei Fragen gerne auf uns zu. Die Deutsch-Türkische Jugendbrücke unterstützt und begleitet Sie bedarfsorientiert bei der Planung und Durchführung Ihres Projektes und ist Ihnen bei Fragen gerne behilflich.

Das Programm wird von der Europäischen Union kofinanziert und in Kooperation mit dem Goethe-Institut umgesetzt.

Kontakt für Rückfragen

Alina Karadeniz
Projektmanagerin Deutsch-Türkische Jugendbrücke
+49 (0)211 972 676 66
karadeniz@jugendbruecke.de

Gefördert durch:

In Kooperation mit: